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INTERNATIONALES MUSIKFESTIVAL PRAGER FRÜHLING - 4 Tage

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Termin:
12.05.2014 - 15.05.2014

Smetana und Dvorak – ihre Bühne ist Prag

Die Tschechen gehörten schon immer zu den musikalischsten Völkern Europas. Von allen Künsten machte die Musik Böhmen und Mähren in der Vergangenheit am meisten bekannt. Folgen Sie uns in die Hauptstadt dieses musischen Landes, nach Prag, entdecken Sie den musikalischen Reichtum und lernen Sie mit dem Meister der patriotischen Musik – Bedrich Smetana – die Seele des tschechischen Volkes kennen.

1.Tag Dobrý den – Willkommen in Prag
Mit dem Eurocity der DB fahren Sie bequem nach Prag. Dort Transfer mit dem Bus zum Hotel, Check-In und Zimmerbezug. Folgen Sie anschließend unserer Reiseleitung auf einer ersten Entdeckungstour durch die Prager Neustadt rund um Ihr Hotel. Wenzelsplatz, die Kirche Maria Schnee und der „Graben“ sind einige der Stationen. So bekommen Sie einen kleinen Eindruck von einer der faszinierendsten Metropolen der Welt.
Am Abend haben Sie die Gelegenheit im legendären Ständetheater die Oper „Die Zauberflöte“ in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln zu erleben (fakultativ).
 

2.Tag Auf den Spuren tschechischer Komponisten
Bedeutende Künstler wie Mozart und Kafka ließen sich von der Atmosphäre Prags zu ihren Werken inspirieren. Und wer die Stadt an der Moldau besucht, versteht, warum: Noch heute verströmt Prag eine magische Atmosphäre. Das liegt an den großartigen Bauwerken wie der Burg oder dem Veitsdom, an Straßen wie dem Goldenen Gässchen oder Plätzen wie dem Altstädter Markt. Es liegt nicht nur am berühmten Bier, sondern vor allem an dieser Sehnsucht, die Prag allen vermittelt, die einmal da waren. Wir entführen Sie heute zunächst auf die Spuren Smetanas und Dvoraks. Bei einem Rundgang erfahren Sie einiges zum Leben der beiden Komponisten und besuchen ihre letzten Ruhestätten auf dem Ehrenfriedhof Slavin.
Nach einer Mittagspause führt ein Rundgang durch die wunderschöne Altstadt Prags. Bewundern Sie die prachtvollen Fassaden in der Pariser Straße, den Altstädter Ringplatz mit Rathaus und Aposteluhr oder die Moldau-Promenade und die Karlsgasse. Die großartigen Werke aller großen Baustile des Abendlandes sind vor der einzigartigen Moldau-Kulisse vereint. Wenn Sie einmal auf der Karlsbrücke gestanden haben, werden Sie Smetanas Moldau oder Schillers Wallenstein mit anderen Ohren und Augen wahrnehmen. Sie werden am Ende bestätigen: Prag ist eine der faszinierendsten und romantischsten Metropolen der Welt!

Am Abend erleben Sie das 2. Eröffnungskonzert des Internationalen Musikfestivals „Prager Frühling“ mit Bedrich Smetanas sinfonischer Dichtung „Mein Vaterland“. Die tschechische Philharmonie wird von dem bekannten Dirigenten Jiri Belohlavek geleitet.

3.Tag Die „Goldene Stadt“ – ein Gesamtkunstwerk
Kommen Sie heute mit auf den Prager Hradschin (Burgberg). Dort steht eine Königsburg wie aus dem Bilderbuch. Majestätisch über der Stadt thronend ist die altehrwürdige Burg das Symbol des böhmischen Staatswesens. Seit dem Mittelalter war die Prager Burg das Zentrum der weltlichen und geistlichen Macht im Lande. Sie bildet das größte geschlossene Burgareal der Welt. Sie besichtigen den gewaltigen St. Veitsdom, den alten Königspalast, den Vladislavsaal mit Georgsbasilika und das Goldene Gässchen. Nach einer Mittagspause spazieren Sie durch den paradiesisch an den Burghügel geschmiegten Ledebour-Garten. Der Rokokogarten wurde um 1787 von Ignác Palliardi entworfen. Unten erwartet Sie die Prager Kleinseite, durch deren verwinkelte Gässchen und malerischen Winkel es sich sehr gut bummeln läßt.
Am Abend erwartet Sie ein weiterer musilkalischer Höhepunkt: im Nationaltheater sehen Sie die Oper „Die zwei Witwen“ von Bedrich Smetana.
 

4.Tag Auf Wiedersehen, Prag!
Sie müssen heute Abschied nehmen von einer faszinierenden Stadt. Aber wer weiß, vielleicht schauen Sie irgendwann noch einmal hier vorbei? Es muss ja kein Abschied für immer sein. Der Bus bringt Sie wieder zum Bahnhof und der Eurocity fährt Sie nach Berlin, wo Sie am Nachmittag ankommen.
 

•    Bahnfahrt 1. Klasse Berlin – Prag – Berlin
•    alle Bustransfers laut Programm
•    3 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im zentral gelegenen 4****-Hotel Amarilis
•    Stadtführung „Auf den Spuren Smetanas und Dvoraks“
•    Rundgang durch die Prager Altstadt
•    Besichtigung des Prager Burgberges inkl. Eintritte
•    Eintrittskarten für das Konzert „Mein Vaterland“ und die Oper „Die zwei Witwen“ von Bedrich Smetana, Kategorie 1
 

****Hotel Amarilis Prag

Details
  • Doppelzimmer / Verpflegung lt. Ausschreibung, pro Person
    ausgebucht
    1100 €
  • Einzelzimmer / Verpflegung lt. Ausschreibung
    ausgebucht
    1250 €

zubuchbare Optionen / Ermäßigungen

  • Abschlag Bahnfahrkarte 2. Klasse
    -60 €
  • Eintrittskarte Oper "Zauberflöte" am 12.05., Kat. 1
    70 €

****Hotel Amarilis Prag

Ihr ****Hotel Amarilis befindet sich in der Prager Neustadt, nicht weit vom Wenzelsplatz und dem historischen Stadtzentrum entfernt. Alle Zimmer sind modern und mit allem Komfort eingerichtet. Restaurant, ein kleiner Wellnessbereich mit Sauna runden Ihren Aufenthalt ab.

Komische Oper in zwei Akten, Text von Emanuel Züngl nach dem Lustspiel „Les deux veuves“ von Felicien Mallefille
Uraufführung der ersten Fassung mit gesprochenen Dialogen am 27. März 1874 in Prag, Interimstheater; Uraufführung der umgebarbeiteten Fassung mit Rezitativen am 15. März 1878 an gleicher Stelle
Ort und Zeit: Auf einem Schloss in Böhmen zur Biedermeierzeit
Handlung:
Erster Akt
Auf dem Schloss wird Kirchweih gefeiert. Die Schwestern Karoline und Agnes, beide jung verwitwet, sind sehr verschiedene Temperamente. Karoline, als die ältere zugleich Gutsherrin, freut sich ihrer Freiheit und Unabhängigkeit. Doch Agnes kann sich noch gar nicht mit dem Witwenstand befreunden. Sie fühlt sich von einem Verehrer, dem Gutsherren Ladislav, bedrängt. Deshalb ist sie zu Besuch bei Karoline aufs Land gekommen. Der verliebte Ladislav muss sich ihr mittels einer List nähern: Er wildert im Wald des Schlosses. Der Heger Mumlal entdeckt das verbotene Tun des Wilderers. Im Auftrag der Schlossherrin wird dieser verhaftet. Karoline erspürt rasch Ladislavs Gefühle für Agnes. Sie verurteilt ihn zu einem Tag Arrest in ihrem Schloss. Ladislav akzeptiert die höchst kommode Strafe gern. Agnes kann ihren Protest dagegen nicht durchsetzen. Am Ende des Aktes besingen die Landsleute um das junge Paar Lidka und Tomík die Macht der Liebe.
Zweiter Akt
Im Arrest singt Ladislav Liebeslieder. Die irritierte Agnes muss Klarheit über ihre Gefühle gewinnen. Karolines scherzhafte Anspielungen und sogar ein Liebesgeständnis von Ladislav können sie aber nicht dazu bringen, seinem Werben nachzugeben. Da beginnt Karoline, mit Ladislav zu flirten. Das erweckt in Agnes Eifersucht. Sie beschließt endlich, Ladislav ihre Liebe einzugestehen. Währenddessen entwickelt der Heger Mumlal Neid gegenüber der glücklichen Zweisamkeit von Lidka und Tomík, die sich aber nicht von ihm beeinflussen lassen. Als Agnes zum Kirchweihfest in ihrem schönsten Ballkleid auftritt, sieht sie, wie sich Ladislav Karoline zu Füßen wirft. Er kann die peinliche Situation nicht aufklären. So ist Agnes tief verletzt. Mit schwesterlicher Großmut verzichtet sie Karoline zuliebe auf den vermeintlich abtrünnig gewordenen Ladislav. Karoline klärt ihr Intrigenspiel auf — es habe nur dazu gedient, die Schwester von ihrem törichten Vorsatz, nicht heiraten zu wollen, abzubringen. Die Liebenden fallen einander in die Arme. Noch am Festtag verloben sich beide. Mumlal spricht das Fazit: Gegen zwei Witwen sei man verloren, und der Liebe entrinnen zu wollen, bleibe eitle Mühe.

Man kann „Die zwei Witwen“, Friedrich Smetanas fünfte Oper, als eine Art aristokratisches Gegenstück zur dörflich strukturierten „Verkauften Braut“ sehen. Hier wie dort hat uns der Komponist eine heitere und unbeschwerte Komödie vorgelegt. Allerdings erscheint die Musik hier verfeinert, graziler, wie man es sich für eine aristokratische Umgebung auch vorstellt. Richard Strauss bezeichnete „Die zwei Witwen“ als eine der besten Opern des 19. Jahrhunderts.
 

Schon seit 1867 trug sich Smetana mit der Idee, den Lauf der Moldau musikalisch zu schildern. Seit Juli 1874 traten bei Smetana massive Gehörstörungen auf, die am 20. Oktober 1874 zur völligen Ertaubung führten. Der Komponist musste sein Kapellmeisteramt aufgeben. Im Herbst 1874 schrieb der nun taube Komponist „Vlatva“ (Die Moldau), parallel dazu auch gleich „Vysehrad“. Beide Stücke wurden im Jahr 1875 in Prag uraufgeführt. Im folgenden Jahr wurden die Teile drei und vier vollendet. Erst im Jahr 1875 entstand die Idee eines Zyklus' zum Thema "Vaterland". In diesem Jahr tobte ein Sprachenstreit im Land: Die Bohemisten vertraten eine Gleichberechtigung von Deutsch und Tschechisch, Smetana schlug sich jedoch auf die Seite der nationalen Tschechen. Seinen Zyklus „Má Vlast“ (Mein Vaterland) verstand er als Beitrag zum Thema des nationalen Tschechentums. Die letzten Teile „Tábor“ und „Blaník“ schrieb Smetana erst im Winter 1878/79; die Uraufführung des gesamten Zyklus' fand am 5. November 1882 in Prag statt.

1. Teil: Vysehrad
Der erste Teil erzählt die Geschichte der alten Königsburg Vysehrad, schildert ihren Glanz und ihre Größe, die Kämpfe und schließlich Untergang und Verfall. Die Königsburg auf einem Felsen in der Moldau bei Prag war einst der Sitz der böhmischen Fürsten und Könige. Die Figur eines Barden (Sänger Lumir) dient als rahmender Erzähler. Das Stück beginnt und endet mit seinem Gesang.
2. Teil: Vltava (Die Moldau)
Die sinfonische Dichtung beschreibt höchst bildhaft den Verlauf der Moldau von ihrem Ursprung bis nach Prag. Diese Programmmusik beginnt an der Quelle, führt zur Vereinigung der Warmen und Kalten Moldau, dann an bäuerlichen Festen vorbei, durch den Reigen der Nymphen im silbernen Mondlicht, weiter an Burgen und romantischen Ruinen entlang. Nach den dramatischen Stromschnellen zu St. Johanni strömt die Moldau als breiter Fluss nach Prag - vorbei an der Burg Vysehrad - und verschwindet langsam in der Ferne. Dieser Teil ist in Rondoform geschrieben (A-B-A-C-A-D usw.). Das Verschwinden der Moldau in der Ferne ist ein ersten Beispiel für auskomponiertes Ausblenden von Musik.
3. Teil: Sárka
Die Sage von dem Mädchen Sárka berichtet von Verrat und Rache: Sárka will sich für die Untreue ihres Geliebten an allen Männern rächen. Sie täuscht den Kämpfer Ctirad und ermöglich damit ein beispielloses Blutbad. Die Musik dieses Teils ist heftig, rau und unversöhnlich. Das frenetische Ende schließt abrupt.
4. Teil: Z ceských luhu a háju (Aus Böhmens Hain und Flur)
Dieser versöhnliche Variationensatz mit einer Polka im Zentrum steht in der Tradition der musikalischen Naturbeschreibung (wie in Beethovens Pastorale): Hörner, Streicher und viel Emotion.
5. Teil: Tábor
Tábor ist das Hauptlager der Hussiten, die viel Schrecken und Leid nicht nur über das böhmische Land gebracht haben. Dieser Sonatensatz basiert auf einem Choralthema, das mit vielen militärischen Musikelementen umgesetzt wird.
6. Teil: Blaník
Auch der letzte Teil handelt von den Hussiten, die sich ins Innere des Bergs Blaník zurückgezogen haben, um hier im tiefen Schlaf auf ihren nächsten Einsatz zu warten. Das Stück endet in einer Apotheose des tschechischen Nationalismus und der tschechischen Nation - als ein Siegesmarsch mit krönender Coda.

Die Aufführung von „Mein Vaterland“ bildet traditionell jedes Jahr am 12. Mai, dem Todestag des Komponisten, die Eröffnung des musikalischen Prager Frühlings.
 

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